Die Ethikbank, Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg, wirbt seit Jahren als Direktbank gleichzeitig günstig zu sein und ethische Grundsätze hoch zu halten.
Auch Geschäftskonten waren bisher günstig, es wurde keine Kontoführungsgebühr verlangt, lediglich eine Transaktionsgebühr von 0,13 € für jeden Buchungsposten. Nur die EC-Karte ist mit 10,50 € pro Jahr vergleichsweise teuer. Alles in allem zahlen wir für die gut 400 Buchungen im Jahr bisher also 60 €, das ist für ein Geschäftskonto nicht wirklich teuer. Als Pluspunkt werte ich auch die – durch die Nutzung des Volksbank-Netzes – gute Infrastruktur und schnelle Buchungen.
Im April diesen Jahres lese ich dann aber auf einem Info-Kontoauszug:
„Mit unserem Geschäftskonto haben Sie ein günstiges und faires Konto, mit vielfältigen Leistungen zum kleinen Preis. […] Damit wir Ihnen dieses Leistungsspektrum in der gewohnten Qualität auch in Zukunft garantieren können, erheben wir ab dem 1. Juni 2014 eine monatliche Kontoführungspauschale von 5,00 Euro für Ihr Geschäftskonto.“
Na, das ist ja wohl „wunderbar“. 5 € pro Monat extra. Für uns bedeutet das eine Verdopplung der Kosten. Anderswo nennt man so etwas Wucher. Die Ethikbank hält das für fair. Auf Nachfrage per E-Mail schrieb man mir:
„Auch mit 5,00 EUR Kontoführungspauschale pro Monat ist unser Geschäftskonto eines der günstigsten Geschäftskonten deutschlandweit […]“
Ach was? Natürlich hat eine Filialbank höhere Kosten und deshalb potenziell höhere Preise. Aber da bekomme ich persönliche Beratung und habe meinen persönlichen Ansprechpartner. Trotzdem kann meine Hausbank vor Ort bei diesen neuen Preisen mithalten!
Andere Direktbanken, die auch Geschäftskonten anbieten, wie z. B. die Skatbank, sind viel günstiger. Und auch die Großbanken (Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank) können bei den neuen Preisen leicht mithalten!
„Bei der Ethikbank berät Sie der Fachmann/ die Fachfrau persönlich, nicht irgendein anonymes Callcenter. […]
Ach so? Komischerweise wird jede meiner Mails von irgendwem anders beantwortet. Das ist natürlich nicht mit einem anonymen Callcenter zu vergleichen…
„In dieser Kontoführungspauschale sind viele Zusatzleistungen abgegolten, die bei anderen Banken separat bepreist werden, z. B.:
* Änderung der Vertretungsberechtigung (andere Kreditinstitute 20,00 EUR)
* Abschluss bzw. Änderung Lastschriftinkassovereinbarung (andere
Kreditinstitute 10,00 EUR)
* Erträgnisaufstellung auf Kundenwunsch (andere Kreditinstitute 20,00 EUR)
Wir halten es absolut für legitim, dass eine Leistung, die etwas wert ist, auch einen Preis haben darf, denn Quersubventionierungen […] gehören bewusst nicht zu unserer Philosophie.
Na, das ist ja wohl der Hammer. Ich brauche normalerweise weder eine Änderung der Vertretungsberechtigung noch eine Lastschriftinkassovereinbarung noch eine Erträgnisaufstellung. Aber offensichtlich muss ich in Zukunft für die anderen Kunden der Bank, die diese Leistungen in Anspruch nehmen, das mit meiner Kontoführungspauchale mit bezahlen. Ist das etwas keine Querfinanzierung?
Gemeinhin ist der Vorteil einer Direktbank, dass sie günstiger ist; im Gegenzug verzichte ich auf Serviceleistungen. Wenn sie nicht mehr günstiger ist, brauche ich auch keine Direktbank.
So einfach ist das.
Weil meine Eltern es nicht mehr mit ansehen konnten, hatten sie mir vor ein paar Jahren ein Navi geschenkt. Wenn man es dann mal hat, ist es ja tatsächlich auch ganz praktisch. Nun war aber das Kartenmaterial mittlerweile in die Jahre gekommen, daher hatte ich mich vor einem knappen Jahr entschlossen, ein Jahresabo für Online-Aktualisierungen abzuschließen. Hat soweit auch ganz gut funktioniert.
Seit fast 16 Jahren gibt es auf meiner Webseite eine Übersicht der