Servicewüste Deutschland – Mein privates Blog

24. März 2010

Armutszeugnis

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 18:04

Daumen runterEiner der größten Datenbankhersteller der Welt hat neulich sein webbasiertes Partnerportal durch ein neues, „besseres“ System ausgetauscht.

Besondere „Vorzüge“ des Systems: Deutsch kann es nun nicht mehr und in der noch nicht komplett umgestellten Oberfläche zeigen viele Links auf alte, nicht mehr existierende Webseiten.

Das Allerbeste jedoch: Das Hauptmodul, in dem die Stammdatenverwaltung und die Registrierung für Partner- und Vertriebsverträge abgewickelt wird, funktioniert nur noch mit dem Internet Explorer! Und das in einem Weltkonzern, der selbst Linux im Produktportfolio hat?

Aber nicht, dass man im Firefox eine Fehlermeldung bekäme… man kann nur einfach die Links nicht anklicken…

Was dann aber noch lange nicht heißt, dass das Ding im IE richtig funktioniert…

Beispielsweise kann man in der „Stammdatenverwaltung“ nichtmals die eigene Telefonnummer ändern, geschweige denn, – obwohl man als „PRM Administrator“ angemeldet ist – die Zuordnung von ehemaligen Mitarbeitern zur Firma aufheben…

Mir fehlen da einfach die Worte.

16. März 2010

„Merkwürdige“ Zufälle

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 01:01

Daumen runterDie schon zitierte Kreditkartengesellschaft produzierte heute den reinsten Telefonterror: Acht Anrufversuche (ich war nicht zu Hause) innerhalb von drei Stunden…

Als man mich dann endlich erreichte, wiederholte sich im Wesentlichen das oben zitierte Szenario vom vergangenen Samstag. Außer dass die „Dame“ diesmal nicht freundlich, sondern wutentbrannt war, von mir forderte, ich solle gefälligst das Forderungsmanagement anrufen und dann den Hörer auf die Gabel knallte.

Nun muss ich vielleicht was zum Hintergrund sagen:

Diese nette Gesellschaft, bei der ich seit zwölf Jahren Kunde bin und mit deren Kreditkarte ich jeden Monat nennenswerten Umsatz gemacht habe, hat irgendwie für sich beschlossen, in Zukunft auf Papierrechnungen zu verzichten und will das nun wohl mit aller Macht bei Ihren Kunden „durchdrücken“.

Schon Ende Oktober bekam ich eine E-Mail, die mir mitteilte, dass man mir ab Februar 2010 die Rechnung nur noch elektronisch im „geschützten Online-Bereich“ ihrer Website zur Verfügung stellen wolle. Die Papierzustellung entfalle dann. Bis dahin würde man mir drei Monate lang parallel die Rechnung per Post und Online zukommen lassen.

Ich habe das dann einfach mal ignoriert. In der letzten Version der AGBs steht, dass die Rechnung online zugestellt würde, wenn nichts anderes vereinbart ist. Wenn ich zwölf Jahre lange jeden Monat eine Papierrechnung bekommen habe, kann man dann annehmen, ich hätte eine Online-Zustellung vereinbart?

Anfang letzter Woche ging bei mir eine Lastschrift ein. Ohne dass ich vorher eine Rechnung bekam. Die Lastschrift hab ich dann zurückgehen lassen. Offensichtlich der Grund für die Anrufe.

Ich hab dann also heute das „Forderungsmanagement“ zurückgerufen.

Der freundliche Herr teilte mir dann (übrigens nicht ohne darauf zu bestehen, mein Geburtsdatum abzufragen, obwohl ich mich vorher schon über Eingabe von Kreditkartennummer und Telefon-PIN legitmiert hatte) mit, er könne ganz deutlich sehen, dass ich eine Rechnung per Post an meine Adresse in Dortmund geschickt bekommen hätte. Wenn die nicht angekommen sei, könne er ja auch nichts dafür. Jedenfalls hätten sie meine Karte gesperrt, bis die Zahlung eingeht. Weil ich könne ihnen ja viel erzählen.

So, so.

Da teilen sie mir mit, dass sie mir keine Papierrechnung mehr schicken wollen.

Und genau zu dem angekündigten Zeitpunkt kommt dann die angeblich versandte Rechnung „abhanden“?

Wer’s glaubt wird seelig.

Ich jedenfalls hab mich heute schon nach einem neuen Kreditkartenvertrag umgesehen….

Daumen runter

13. März 2010

Datenschutz???

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 20:48

Daumen runterHeute klingelt mein Telefon. Angeblich meine Kreditkartengesellschaft.

Die freundliche Dame: „Es geht um Ihre letzte Kreditkartenabrechnung. Spreche ich mit Thomas Omerzu?“

Ich: „Ja, richtig.“

Dame: „Dann bräuchte ich bitte Ihr Geburtsdatum.“

Ich: „Öhm?“

Dame: „Ja, zur Identifikation.“

Ich: „Da kann ja jeder kommen und mich einfach nach persönlichen Daten ausfragen!“

Dame: „Das ist unsere Sicherheitsabfrage. Sie können mir auch Ihre Postleitzahl nennen.“

Ich: „Nein!“

Dame: „Ohne Identifikation dürfen wir leider keine Daten herausgeben.“

Ich: „Ich will doch gar keine Daten von Ihnen. Sie haben mich doch angerufen.

Dame: „Ja, ähm. Also wir können das auch schriftlich machen.“

Ich: „Ja, bitte!“

Unglaublich. Sowas können sich wohl nur Amerikaner ausdenken?

12. März 2010

Gegenbeispiel AIPTEK

Abgelegt unter: Top — Thomas @ 23:05

Daumen hochDas es mit dem Service auch anders geht, zeigt die Firma AIPTEK.

Vor langer Zeit hatte ich einen Bluetooth-Dongle dieser Firma erworben. Nun wollte ich den auch auf einem PC benutzen, auf dem noch ein Windows 2000 läuft. Natürlich verlangt das Betriebssystem nach einem Treiber. Ich kann mich zwar erinnern, dass bei dem Dongle eine CD dabei war, aber wo die nun sein mag…

Schaun wir also auf die Website der Firma. Der  Download-Bereich für dieses Produkt existiert zwar, ist aber leer. Und nun? Versuch ich mal E-Mail an die dort angegebene Support-Adresse.

Und: Weniger als 50 Minuten später hab ich eine Antwort in meiner Mailbox, die mir ankündigt, man habe die CD soeben in die Post gegeben.

Und zwei Tage später befand sie sich tatsächlich in meinem Briefkasten! Kostenlos! Und das bei einem Produkt, das sich im Preis um die 10 € bewegt.

DAS nenne ich vorbildlichen Service!

© 2017 Thomas Omerzu, Dortmund, Germany
Erste Version 13. März 2010 - Letzte Äderung 16.04.2013 17:21

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