Servicewüste Deutschland – Mein privates Blog

14. Oktober 2015

Ohne weitere Worte …

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 16:17

Daumen runterZu diesem Thema erübrigen sich wohl alle weiteren Worte …

Audi und was nun ...

11. April 2015

Agentur für Arbeit – Saftladen par excellence

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 22:18

Daumen runterLeider kann ich es nicht anders formulieren: Unsere „Agentur für Arbeit“ ist einfach ein Saftladen.

Zu tun hab ich mit der Arbeitsagentur (glücklicherweise) nur in meiner Funktion als Arbeitgeber, das reicht dann aber auch schon. Einer der Berührungspunkt ist das leidige Thema „Schwerbehindertenabgabe“. Die Agentur für Arbeit überwacht, ob alle Arbeitgeber mit jahresdurchschnittlich monatlich mindestens 20 Arbeitsplätzen mindestens fünf Prozent der Arbeitsplätze mit schwerbehinderten Menschen besetzt hat (gemäß SGB IX Teil 2 Kapitel 2). Dazu muss jeder betroffene Betrieb sich bis zum 31. März bei der zuständigen Agentur für Arbeit melden und nach §80 SGB IX anzeigen, in wieweit er eine Abgabe leisten muss, oder nicht.

Die Agentur für Arbeit treibt dafür einen nennenswerten Aufwand, insbesondere wird den Betrieben ein entsprechender Fragebogen und eine CD mit einem Programm „REHADAT“ verschickt, das die entsprechenden Daten berechnen und die Formulare zur Meldung an die Arbeitsagentur drucken kann. (Die Frage, ob und wieweit das alles sinnvoll ist, was ich bezweifele, soll nun mal außen vor bleiben.)

Wir hatten also im Dezember die entsprechende CD bekommen und im Januar, als unsere Beschäftigtenzahlen für Dezember endgültig feststanden, eine entsprechende Auswertung mit dem REHADAT gemacht und das vom Programm ausgeworfene Formular per Brief am 13.01.2015 der Arbeitsagentur geschickt.

Im März bekamen wir dann, datiert auf den 11.03.2015, ein fürchterlich böses Schreiben von der Agentur für Arbeit, worin man uns unter Androhung von Bußgeldern darauf aufmerksam machte, dass wir gefälligst nicht die Meldefristen versäumen sollten.

Unmittelbar nach Erhalt dieses Schreibens am 16.03.2015 wandte ich mich unter Angabe des Aktenzeichens per E-Mail an die auf dem Schreiben angegebene Adresse und teilte mit, dass wir unsere Meldung doch schon im Januar abgegeben hätten.

„Nur“ neun Tage später erhielt ich dann folgende E-Mail:

Sehr geehrter Herr Omerzu,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Leider konnte ich Sie telefonisch nicht erreichen.
Ihr Anliegen kann nicht abschließend bearbeitet werden, da ich noch weitere Informationen von Ihnen benötige.
Bitte haben Sie Verständnis, dass Ihr Anliegen aus Gründen des Datenschutzes nicht per E-Mail bearbeitet werden kann. Setzen Sie sich daher bitte unter der unten angegebenen Servicerufnummer mit uns in Verbindung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Agentur für Arbeit

Das Protokoll unserer Telefonanlage zeigte eindeutig, dass NIEMAND versucht hatte, anzurufen. Kein Wunder, dass man mich nicht telefonisch erreichen konnte, wenn man gar nicht erst den Hörer in die Hand nimmt.

Ich rief also die angegebene Servicenummer an. Nach einer Viertelstunde in der Warteschleife teilte mir eine sehr freundliche Dame mit, dass ich ja wohl die völlig falsche Rufnummer angerufen hätte, für Arbeitgeber sei man dort gar nicht zuständig. (Toll, wieso stand dann diese Nummer in der E-Mail???) Verbinden könne sie mich aber auch nicht, weil die Kollegen schon Feierabend hätten. (Wieso auch nicht, es war ja schon 16:50 Uhr, und laut E-Mail kann man jederzeit Mo.-Fr. zwischen 8:00 und 18:00 Uhr anrufen.) Sie versprach jedoch, das zu notieren und entsprechend weiterzuleiten.

Vorsichtshalber schrieb ich also noch eine E-Mail hinterher, in der ich den Sachverhalt nochmals klarstellte (dachte ich jedenfalls.)

Am nächsten Morgen gegen halb 10 rief eine Dame von der Arbeitsagentur zurück. Da ich nicht im Haus war, landete sie im Sekretariat. Angeblich hätte man mein Schreiben vom 13.01.2015 gefunden und es sei alles in Ordnung.

Geht doch.

Außer … am 08.04.2015 bekam ich eine E-Mail von der Agentur für Arbeit als Antwort auf meine E-Mail vom 25.03.2015:

Sehr geehrter Herr Omerzu,
vielen Dank für Ihre E-Mail. Leider konnte ich Sie telefonisch nicht erreichen.
Ihr Anliegen kann nicht abschließend bearbeitet werden, da ich noch weitere Informationen von Ihnen benötige.
Bitte haben Sie Verständnis, dass Ihr Anliegen aus Gründen des Datenschutzes nicht per E-Mail bearbeitet werden kann. Setzen Sie sich daher bitte unter der unten angegebenen Servicerufnummer mit uns in Verbindung.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre Agentur für Arbeit

Es erübrigt sich wohl zu erwähnen, dass niemand versucht hatte, anzurufen.

Und ich habe mir im Übrigen auch erspart, dort anzurufen.

Es ist einfach unfasslich!

8. April 2015

Die Mützen lassen grüßen…

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 00:27

Daumen runterIrgendwie sind doch alle Telekommunikations-Unternehmen gleich, hat man manchmal so den Eindruck.

Seit fast neun Jahren bin ich Kunde bei der DOKOM, dem aus den Stadtwerken hervorgegangenen lokalen Telekom-Unternehmen hier in Dortmund. Und eigentlich war ich weitestgehend zufrieden. Sowohl das ISDN als auch das DSL liefen meistens recht gut und bei Störungen wurde schnell geholfen (auch wenn die Techniker einen grundsätzlich für dämlich halten).

Manko ist aber definitiv die geringe Bandbreite, die es hier im DSL gibt. Bis vor drei Jahren maximal 2 Mbit/s, seitdem max. 4 Mbit/s. Die nächste Untervermittlung ist einfach zu weit weg.

Wegen eines anstehenden Umzugs, allerdings nur „um die Ecke“, also in eine Gegend, wo die maximal erreichbare DSL-Geschwindigkeit wahrscheinlich nicht besser ist als hier, hatte ich darüber nachgedacht, ob nicht vielleicht Internet über Kabel doch Alternative wäre – obwohl ich auf den Kabelanbieter nicht wirklich große Stücke halte.

Um mich einer Entscheidung zu nähern, wollte ich herausfinden, wann denn eigentlich meine aktuelle Mindestvertragslaufzeit bei der DOKOM endet. Da ich das den im Online-Kundencenter verfügbaren Daten nicht entnehmen konnte, stellte ich über das dortige Kontaktformular eine entsprechende Anfrage an den Support.

Der Support teilte mir mit, der Vertrag sei mit einer Frist von vier Wochen zum 26.11. kündbar. Das wunderte mich dann doch, da es mir nach Sichtung meiner Unterlagen so schien, als hätte ich den Anschluss damals zum 30.06. bekommen. Auf Nachfrage schrieb mir der Support, ich hätte ja vor drei Jahren im November die 4-Mbit-Option gebucht und das führe dazu, dass damit der gesamte Vertrag ab diesem Zeitpunkt eine neue Mindestlaufzeit habe und sich von da aus auch immer um zwölf Monate verlängere.

Find ich ja nun schon spannend, dass eine Option, deren Preis weniger als 10 % des Gesamtvertragspreises ausmacht, zu einer Verlängerung des gesamten Vertrags führt… aber was soll’s. Ich teilte dem Support also per E-Mail mit, dass ich meinen Vertrag zum Ende der aktuellen Laufzeit kündige. Zwar plane ich den Umzug für die Jahresmitte, da ist November etwas weit hin, aber immerhin bleibt mir so genug Zeit, meine neue Verbindung zum Laufen zu bringen.

Der oben zitierte E-Mail-Dialog fand am 11. Februar statt. Auf meine Kündigung bekam ich, trotz erbetener Bestätigung, keine Reaktion. Nun hätte ich mir ja vorstellen können, dass DOKOM eine Kündigung per E-Mail nicht mag, aber dann hätten sie das ja sagen können…

Aber dann, am 24. März, „schon“ sechs Wochen nach meiner Kündigung, kam folgende E-Mail von DOKOM:

Guten Tag Herr Omerzu,

vielen Dank für Ihre E-Mail an die DOKOM21.

Wir bedauern Ihren Entschluss, Ihren Anschluss bei uns zu kündigen. Der
gekündigte Vertrag endet zum 30.06.2015.

Häh!?? 30.06.??? Da fällt mir nun wirklich nichts mehr zu ein….

26. November 2014

„Wichtige Vertragsunterlagen“?

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 21:24

wichtige-vertragsunterlagen2Heute habe ich einen Brief von einer meiner Versicherungen in der Post.

Auf dem Umschlag prangt ganz dick „Wichtige Vertragsunterlagen“.

Oh, was mag das Wichtiges sein!?

Also ganz schnell hineingeschaut.

Tolle Wurst: Es ist Reklame.

Man macht Werbung dafür, dass ich ja ganz viel Steuern sparen kann, wenn ich nun noch in diesem Jahr eine Sonderzahlung in meine Versicherung leiste.

Das ist doch wohl eine Frechheit, oder?

Ist sowas wirklich Rechtens?

Daumen runterIch finde das jedenfalls nicht lustig, dass man hier die Aufmerksamkeit des Kunden durch Vorspiegelung falscher Tatsachen zu erheischen versucht.

Ganz klarer „Daumen runter“.

18. November 2014

Alles Super?

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 16:41

Daumen runterLetzten Samstag wollte ich meinen Wagen waschen lassen. Bei der örtlichen Tankstelle orderte ich an der Kasse eine entsprechende Waschkarte und legte Bargeld und Payback-Karte auf den Kassierteller.

Die nette Dame nahm das Geld, legte das Wechselgeld hin und wollte mir dann die Waschkarte überreichen.

Ich: „Und was ist mit meiner Payback-Karte?“

Sie: „Ach, die hab ich gar nicht gesehen.“

Ich: „Die lag aber die ganze Zeit schon da.“

Sie: „Ja, aber hab ich nicht gesehen.“

Ich: „Aber so bekomme ich keine Punkte.“

Sie: „Wenn ich das rückgängig machen könnte…“

Ich: „Ähm… damit bin ich aber nicht einverstanden“

Sie: „Ist ja schon gut, dann mache ich das nochmal.“

Sie bucht den Kassiervorgang nochmal neu, diesmal mit Payback-Karte.

Sie: „Und dann würde ich mir wünschen, dass Sie das nächste Mal nicht so unfreundlich sind.“

Die Dame hat mich ganz offensichtlich noch nicht unfreundlich erlebt. Ich war nicht einmal laut geworden. Am Liebsten hätte ich gesagt: „Und dann würde ich mir wünschen, dass Sie das nächste Mal Ihren Job vernünftig machen“, aber ich schlucke das runter und wünsche nur einen schönen Tag.

Vielleicht gehe ich das nächste Mal doch lieber zu der anderen Tankstelle. Die Schlange an der Waschstraße dort hat vielleicht ihren Grund…

4. September 2014

Soo! muss Technik…???

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 14:53

Daumen runterEin Erlebnis der besonderen Art raubte mir dieser Tage wieder die Nerven: Eine Online-Bestellung bei Saturn.

Die hatten am 6. August eine Sonderaktion, bei der es zu einigen LG-Smartphones eine kostenlose LG-G-Watch gab. Das klang doch nach einem guten Angebot, also gleich bestellt.

Die Bestellbestätigung kam per E-Mail eine Viertelstunde nach der Bestellung. Sie listete zwar alle möglichen Details des Handys, von der Uhr wurde aber nirgends etwas erwähnt. Ich stellte daher vorsichtshalber eine Rückfrage per E-Mail. Und machte – geistesgegenwärtig – den folgenden Screenshot von der Angebotsseite:

saturn

Auf dem Screenshot sieht man (zumindest in der Vollansicht) links den Hinweis „INKL. G-Watch“ und rechts die Handy-Artikelnummer 1856340.

Die Antwort per E-Mail ließ auf sich warten. Am späteren Nachmittag war das Angebot von der Website verschwunden.

Zwei Tage später hatte ich immer noch keine Antwort, ich rief deshalb die Hotline an. Die meinte wahrscheinlich sei das normal, dass eine kostenlose Zugabe nicht in der Bestellbestätigung gelistet wird, wollte aber bei der Fachabteilung nochmal rückfragen. Wenn die antworten würde, bekäme ich dann eine Kopie an meine E-Mail-Adresse.

Eine Woche nach meiner Bestellung bekam ich dann zwei E-Mails: Eine Versandbestätigung mit Rechnung, eine E-Mail vom Support (anscheinend eine Antwort auf meine unmittelbar nach der Bestellung aufgegebene Anfrage), in der stand:

Da die Watch zu einer LG Aktion gehört, wird diese in der
Bestellbestätigung und auf der Rechnung nicht gelistet.

Am nächsten Tag kam die Sendung an: Natürlich ohne die Uhr.

Ich rief also wieder die Hotline an. Ein Blick in das Vorgangskonto offenbarte eine Nachricht von der Fachabteilung, in der stand, dass die Aktion nur für die Artikelnummern … gegolten hätte. Und wenn man einen von diesen Artikeln bestellt hätte, wäre die Uhr automatisch und kostenlos zum Warenkorb hinzugefügt worden. Für meine Artikelnummer hätte die Aktion aber nicht gegolten. (Schon toll, dass sich alle bisherigen Auskünfte des Supports als falsch herausstellen….)

Ich protestierte und sagte, dass mein Screenshot etwas anders belegen würde. Der Supporter bat mich daher, ihnen den Screenshot per E-Mail zu zusenden.

Außerdem brachte ich auch an, dass die Rechnung, die per E-Mail mit der Versandbestätigung gekommen war (dem Paket lag nur ein Lieferschein bei), nicht wirklich hilfreich sei, weil auf der steht „Dies ist keine Rechnung im Sinne des §14 UStG.“ Der Supporter meinte, nein, kein Problem, sie würden mir eine Rechnung per Post schicken.

Wieder gingen fünf Tage ins Land. Dann bekam ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt:

Gerne teilen wir Ihnen mit, dass die Aktion online so eingestellt ist, dass Sie zu dem Handy die Uhr dazu bekommen.

Der Warenkorb ist auch so eingestellt, dass die Uhr automatisch dazukommt.

Die Aktion ist lediglich für folgende Artikelnummern gültig: 1856336 und 1856337 1856337.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Das ist doch mal wieder eine Antwort, wie man sie von einem „kompetenten“ Support erwartet: Ignoriere vollständig, was der Kunde gesagt hat und erzähle was vom Pferd…

Also wieder der Griff zum Telefonhörer. Der Supporter war zunächst etwas verwirrt, fand dann aber in dem E-Mail-Verkehr meinen Screenshot und meinte „Sie haben Recht“. Er meinte, er würde sich persönlich darum kümmern und ich würde dann informiert.

Und tatsächlich: „Schon“ eine Woche später bekam ich diese Nachricht:

Gerne können Sie den Artikel 1873426 LG G WATCH CHAMPAGNE WHITE oder 1873428 LG G WATCH STEALTH BLACK bestellen, bitte tätigen Sie hierfür Ihre Bestellung und lassen Sie uns im Anschluss Ihre Bestellnummer zukommen. Wir erstatten Ihnen dann den Kaufpreis auf das Zahlungsmittel, welches Sie bei Ihrer Bestellung gewählt haben.

Ziemlich kompliziert, aber immerhin. Also eine Bestellung aufgegeben und anschließend die Hotline angerufen.

Die Supporterin war zunächst etwas verwirrt (zumal auch angeblich der Arbeitsplatz nicht richtig funktionierte und sie meine Meldungen erst gar nicht finden konnte). Dann meinte Sie aber ich müsse das schriftlich machen, Sie könne das nicht annehmen. Da platzte mir dann endgültig der Kragen und ich brüllte sie entsprechend an. Sie versuchte mich zu beruhigen und war dann doch irgendwann dazu bereit, sich die Bestellnummer zu notieren.

Ich sprach Sie dann auch auf die immer noch nicht vorliegende Rechnung an. In Ihrem System konnte sie sehen, dass der Supporter, mit dem ich vor zwei Wochen gesprochen hatte, eine Rechnungsstellung veranlasst hatte, warum die nicht da sei, könne sie sich auch nicht erklären, sie würde da aber nochmal nachhaken.

Da ich mir nicht so sicher war, ob die Dame mich richtig verstanden hatte, schickte ich dann vorsichtshalber noch eine E-Mail hinterher mit Angabe der Bestellnummer und der Bitte um Erstattung.

Dann ging es tatsächlich ausnahmsweise mal etwas schneller. Noch am gleichen Tag kam die Versandbestätigung für die Uhr und am nächsten Tag trudelte sowohl das Paket als auch eine Gutschriftsbestätigung per E-Mail ein.

Als ich die Gutschrift sah, platzte mir allerdings gleich wieder der Kragen: Man hatte mir zwar die 199 EUR für die Uhr erstattet, nicht aber die 4,99 EUR Versandkosten, die nun für die Uhr berechnet worden waren.

Also noch eine E-Mail… und tatsächlich kam am nächsten Tag die Gutschrift über die Versandkosten… und mittlerweile sind die Erstattungen auch auf meiner Kreditkarte gelandet.

Auf die Rechnung zu dem Handy warte ich allerdings noch immer. Aber es sind ja auch vier Wochen seit der Bestellung rum, soviel Geduld muss man wohl haben, oder?

15. Juli 2014

So geht Bank heute – Oder: Datenklau leicht gemacht

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 15:14

visa
Neulich
hatte ich ja über den „Sicherheitstausch“ meiner Kreditkarte berichtet. Als die Ersatzkarte zwei Wochen später endlich in meinem Briefkasten lag, zeichnete sich gleich neues Ungemach ab (siehe rote Markierung im Bild): Die Ersatzkarte verfügt über einen NFC-Chip für das kontaktlose Bezahlen.

Wer will das denn haben?

In noch größere „Begeisterung“ versetzte mich der Anruf bei der Targobank-Hotline: Nein, die Karten gibt es nur noch mit dieser Funktion. Und die Funktion kann auch nicht deaktiviert werden.

Ja, das ist ja mal „toll“!

Natürlich versichert man mir, dass das absolut sicher sei und dass ich ja außerdem auch versichert wäre.
Daumen runter
Ich kann es noch nicht fassen: Da wird meine alte Karte gesperrt, weil irgendwo im Internet meine Kreditkartennummer aufgetaucht sein soll. Nicht etwa, weil dort unberechtigte Abbuchungen versucht wurden, sondern einfach nur, weil die Nummer irgendwo „streunte“.

Und als „sicheren“ Ersatz gibt man mir nun eine Karte, wo jeder, der im Laden an mir vorbeigeht oder im Bus neben mir steht, einfach meine Kreditkartendaten kontaktlos und ohne dass ich es bemerke aus meiner Hosentasche auslesen kann???

Und dann erzählt man mir, dass die Lesegeräte nur eine kurze Reichweite haben und das dass so gar nicht geht. Stimmt, für die „normalen“ Lesegeräte mag das gelten. Mein Handy kann den Chip der Kreditkarte nur auslesen, wenn ich es direkt auf die Karte lege. Oder gerade noch durch das Portemonnaie, aber dann muss es schon im richtigen Winkel an der richtigen Stelle liegen. Aber das heißt ja noch lange nicht, dass der Betrüger, der meine Kartendaten klauen will, auch so ein schwaches Lesegerät hat! Im Internet findet man diverse Videos, z. B. dieses, wo amerikanische Fernsehsender im Test Leuten im Vorbeigehen auf der Rolltreppe die Kartendaten aus der Tasche geklaut und dann damit im Internet Bestellungen aufgegeben haben.

Da kann ich mir meine Kreditkartennummer auch gleich auf’s T-Shirt drucken!

Im Internet finden sich auch einige Videos, wo Leute den NFC-Chip aus Ihrer Kredit- oder Bankkarte „herausoperiert“ haben.

Leider ist das für diese Karte keine Option: Die NFC-Funktionalität ist in den „großen“ Chip integriert. Und den sollte man nicht zerstören, da er zumindest in Deutschland bei Kartenzahlungen vor Ort (fast immer) unbedingt erforderlich ist…

Es gibt aber eine Alternative: In der Karte ist eine ringförmige Antenne, die für die NFC-Funktionalität unbedingt erforderlich ist. Durch einen geeigneten Schnitt (manche Leute empfehlen einen Locher) kann man die Antenne zerstören und so die NFC-Funktionalität deaktivieren, ohne die sonstigen Chip-Funktionen zu beeinträchtigen…

Hat bei mir problemlos funktioniert… Für’s Nachmachen gilt: Auf eigene Gefahr!

18. Juni 2014

So geht Bank heute … ???

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 18:26

Daumen runterGestern gab ich bei einem Onlineshop eine Bestellung auf. Unmittelbar anschließend kam die Bestellbestätigung per E-Mail. Zwei Minuten später folgt eine E-Mail, die mir mitteilt, dass meine Visa-Kreditkarte nicht belastet werden konnte, ich solle doch die Kreditkartendaten überprüfen.

Da ich im Onlineshop die Option gewählt hatte, die hinterlegten Daten zu verwenden, konnten die Kartendaten kaum falsch sein. Es musste also ein Problem mit der Karte geben.

Ich loggte mich daher in den Online-Banking-Bereich der Targobank ein, von der diese Karte ausgegeben worden war. In den Buchungen konnte ich nichts Besonderes feststellen. Da außerdem gerade die Monatsrechnung per Bankeinzug beglichen worden war, war fast der gesamte Verfügungsrahmen wieder frei. Die Zahlung von gut 100 € im Onlineshop sollte also eigentlich kein Problem darstellen.

In Ermangelung besserer Ideen wählte ich im Shop also die Option „Kartenbelastung nochmal versuchen“, in der Hoffnung, dass es vielleicht nur ein temporäres Problem beim Shop war.

Leider nein. Heute kam eine weitere E-Mail vom Onlineshop, in der mir mitgeteilt wurde, dass die Kartenbelastung wieder fehlgeschlagen war.

Ich schaute daher nochmal in das Onlinebanking der Targobank. Beim Herumklicken stolperte ich über ein zwei Tage altes Dokument im „Postkorb“. In dem lese ich:

Sicherheitsaustausch Ihrer TARGOBANK Kreditkarte

Sehr geehrter Herr Omerzu,

wir wurden informiert, dass Ihre Kartendaten außerhalb des Verantwortungsbereiches der TARGOBANK abgefangen worden sind.

Zu Ihrer eigenen Sicherheit werden wir Ihre Kreditkarte austauschen. Vorerst haben wir Ihre Kreditkarte mit einer Sicherheitsvorrichtung belegt. Deshalb können Sie die Kreditkarte zurzeit nur bedingt einsetzen.

Erhalten wir von Ihnen keinen Widerspruch, werden wir Ihre Kreditkarte am 30.06.2014 endgültig sperren. Anschließend senden wir Ihnen ab dem 30.06.2014 innerhalb von 7-10 Tagen kostenlos eine neue Kreditkarte zu. Die dazugehörige vierstellige PIN erhalten Sie wenige Tage später mit separater Post.

Na, das ist ja wunderbar!

Ein Anruf bei der angegebenen Rufnummer der Betrugsabteilung macht klar: Das „nur bedingt einsetzen“ ist totaler Quatsch, die Karte ist faktisch gesperrt. Nur bereits früher beauftragte Abo-Zahlungen werden eingelöst.

Ja, schön, dass ich zufällig erfahre, dass meine Karte gesperrt wurde!

Und noch toller, dass man sogar schon in zwei Wochen damit beginnen will, eine neue Karte ausstellen zu lassen. Was dann ja nochmal 10 Werktage = zwei Wochen dauert. Und da diese Karte so eingestellt ist, dass fast immer eine PIN angefordert wird und die ja erst irgendwann nach der Karte kommt, kann ich faktisch mehr als einen Monat nicht mit der Karte zahlen.

Klar, alles zu meiner Sicherheit!

Oder vielleicht doch eher zur Sicherheit der Bank? Dann im Zweifelsfall muss ja nicht ich für die unautorisierten Zahlungen aufkommen, sondern womöglich bleibt die Bank darauf sitzen.

Warum Zahlungen mit Chip und PIN auch nicht mehr möglich sind, vermochte mir die Bank auch nicht sagen. Das kann ihr System einfach nicht.

So geht Bank heute!

12. Juni 2014

„Ethische“ Abzocke?

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 17:31

Daumen runterDie Ethikbank, Zweigniederlassung der Volksbank Eisenberg, wirbt seit Jahren als Direktbank gleichzeitig günstig zu sein und ethische Grundsätze hoch zu halten.

Auch Geschäftskonten waren bisher günstig, es wurde keine Kontoführungsgebühr verlangt, lediglich eine Transaktionsgebühr von 0,13 € für jeden Buchungsposten. Nur die EC-Karte ist mit 10,50 € pro Jahr vergleichsweise teuer. Alles in allem zahlen wir für die gut 400 Buchungen im Jahr bisher also 60 €, das ist für ein Geschäftskonto nicht wirklich teuer. Als Pluspunkt werte ich auch die – durch die Nutzung des Volksbank-Netzes – gute Infrastruktur und schnelle Buchungen.

Im April diesen Jahres lese ich dann aber auf einem Info-Kontoauszug:

„Mit unserem Geschäftskonto haben Sie ein günstiges und faires Konto, mit vielfältigen Leistungen zum kleinen Preis. […] Damit wir Ihnen dieses Leistungsspektrum in der gewohnten Qualität auch in Zukunft garantieren können, erheben wir ab dem 1. Juni 2014 eine monatliche Kontoführungspauschale von 5,00 Euro für Ihr Geschäftskonto.“

Na, das ist ja wohl „wunderbar“. 5 € pro Monat extra. Für uns bedeutet das eine Verdopplung der Kosten. Anderswo nennt man so etwas Wucher. Die Ethikbank hält das für fair. Auf Nachfrage per E-Mail schrieb man mir:

„Auch mit 5,00 EUR Kontoführungspauschale pro Monat ist unser Geschäftskonto eines der günstigsten Geschäftskonten deutschlandweit […]“

Ach was? Natürlich hat eine Filialbank höhere Kosten und deshalb potenziell höhere Preise. Aber da bekomme ich persönliche Beratung und habe meinen persönlichen Ansprechpartner. Trotzdem kann meine Hausbank vor Ort bei diesen neuen Preisen mithalten!
Andere Direktbanken, die auch Geschäftskonten anbieten, wie z. B. die Skatbank, sind viel günstiger. Und auch die Großbanken (Postbank, Deutsche Bank, Commerzbank) können bei den neuen Preisen leicht mithalten!

„Bei der Ethikbank berät Sie der Fachmann/ die Fachfrau persönlich, nicht irgendein anonymes Callcenter. […]

Ach so? Komischerweise wird jede meiner Mails von irgendwem anders beantwortet. Das ist natürlich nicht mit einem anonymen Callcenter zu vergleichen…

„In dieser Kontoführungspauschale sind viele Zusatzleistungen abgegolten, die bei anderen Banken separat bepreist werden, z. B.:
* Änderung der Vertretungsberechtigung (andere Kreditinstitute 20,00 EUR)
* Abschluss bzw. Änderung Lastschriftinkassovereinbarung (andere
Kreditinstitute 10,00 EUR)
* Erträgnisaufstellung auf Kundenwunsch (andere Kreditinstitute 20,00 EUR)
Wir halten es absolut für legitim, dass eine Leistung, die etwas wert ist, auch einen Preis haben darf, denn Quersubventionierungen […] gehören bewusst nicht zu unserer Philosophie.

Na, das ist ja wohl der Hammer. Ich brauche normalerweise weder eine Änderung der Vertretungsberechtigung noch eine Lastschriftinkassovereinbarung noch eine Erträgnisaufstellung. Aber offensichtlich muss ich in Zukunft für die anderen Kunden der Bank, die diese Leistungen in Anspruch nehmen, das mit meiner Kontoführungspauchale mit bezahlen. Ist das etwas keine Querfinanzierung?

Gemeinhin ist der Vorteil einer Direktbank, dass sie günstiger ist; im Gegenzug verzichte ich auf Serviceleistungen. Wenn sie nicht mehr günstiger ist, brauche ich auch keine Direktbank.

So einfach ist das.

14. Mai 2014

„Not oder Elend“ – Teil 2

Abgelegt unter: Flop — Thomas @ 12:08

Daumen runterIm Januar hatte ich ja die Unflexibilität einiger Hostingprovider beklagt. Dazu gibt es jetzt eine Fortsetzung:

Letzte Woche stellte sich die Frage, ob wir einen bei Strato gehosteten Root-Server, auf dem wir im Rahmen eines Projektes für einen Kunden ein Softwaresystem entwickelt und eingerichtet haben, nicht einfach auf den Kunden übertragen könnten, sodass er den Server in Zukunft auf eigene Verantwortung betreiben kann.

Auf den FAQ-Seiten fanden sich nur Hinweise, wie man ganze Kundennummen übertragen kann, nicht aber einzelne Server (wenig hilfreich, denn unsere anderen Server möchten wir ja aber eigentlich gerne behalten).

Wir stellten also eine Anfrage per E-Mail an den Strato-Support. Positiv war, dass es bis zur Antwort nur gut drei Stunden dauerte.

Leider war das auch das Einzige, denn gehen geht die Übertragung „natürlich“ nicht. Man muss den alten Server kündigen, einen neuen bestellen und die Inhalte selbst übertragen.

„Super“.

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© 2017 Thomas Omerzu, Dortmund, Germany
Erste Version 13. März 2010 - Letzte Äderung 16.04.2013 17:21

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